Spyder und Harley-Trikes im Datenvergleich
Die Tabelle stellt das jeweilige Einstiegs- und Reisemodell beider Marken nebeneinander. Grundlage sind die deutschen Modellangaben von Can-Am zum Modelljahr 2026 und von Harley-Davidson zum Modelljahr 2026. Can-Am nennt das Trockengewicht, Harley das fahrbereite Gewicht mit Kraftstoff und Betriebsstoffen.
| Merkmal | Spyder F3-S | Spyder RT Limited | Road Glide 3 | Street Glide 3 Limited |
|---|---|---|---|---|
| Bauform | 2 Räder vorn | 2 Räder vorn | 2 Räder hinten | 2 Räder hinten |
| Motor | Rotax 1330 ACE, 3 Zyl. | Rotax 1330 ACE, 3 Zyl. | Milwaukee-Eight VVT 117, V2 | Milwaukee-Eight VVT 117, V2 |
| Hubraum | 1.330 cm³ | 1.330 cm³ | 1.923 cm³ | 1.923 cm³ |
| Leistung | 85,8 kW (115 PS) | 85,8 kW (115 PS) | 78 kW (106 PS) | 78 kW (106 PS) |
| Drehmoment | 130,1 Nm bei 5.000/min | 130,1 Nm bei 5.000/min | 170 Nm bei 3.500/min | 170 Nm bei 3.500/min |
| Getriebe | 6-Gang-Halbautomatik | 6-Gang-Halbautomatik | 6 Gänge, Handkupplung | 6 Gänge, Handkupplung |
| Rückwärtsgang | im Getriebe | im Getriebe | elektrisch über Anlasser | elektrisch über Anlasser |
| Gewicht | 408 kg trocken | 464 kg trocken | 537 kg fahrbereit | 567 kg fahrbereit |
| Sitzhöhe | 675 mm | 755 mm | 710 mm | 735 mm |
| Stauraum | 24,4 l | 177 l | 56,6 l | 201 l |
| Tank | 27 l | 26,5 l | 22,7 l | 22,7 l |
| Verbrauch (Werk) | 6,3 l/100 km | 6,3 l/100 km | 6,9 l/100 km | 7,2 l/100 km |
| Reifen vorn | 2 × 165/55 R15 | 2 × 165/55 R15 | 130/60 B19 | 130/60 B19 |
| Reifen hinten | 225/50 R15 | 225/50 R15 | 2 × P215/45 R18 | 2 × P215/45 R18 |
| Display | 10,25 Zoll, Apple CarPlay | 10,25 Zoll, Apple CarPlay | 12,3 Zoll, Apple CarPlay | 12,3 Zoll, Navigation, CarPlay |
| UVP ab | 26.399 € | 34.299 € | 38.900 € | 47.700 € |
Gemeinsam haben beide Marken die Klasse L5e, ABS, Traktionskontrolle und einen Rückwärtsgang. Darüber hinaus trennt sie fast jedes Bauteil, angefangen bei der Frage, wo die zwei Räder stehen.
Bauform: zwei Räder vorn oder zwei Räder hinten
Der Spyder ist ein Reverse Trike. Seine zwei Vorderräder hängen an Doppelquerlenkern mit Querstabilisator, gelenkt wird über den Lenker und eine dynamische Servolenkung (DPS), die bei langsamer Fahrt kräftig unterstützt. Angetrieben wird das einzelne Hinterrad an einer Schwinge.
Die Harley-Trikes folgen der klassischen Delta-Bauform. Vorn arbeitet eine 49-Millimeter-Telegabel wie am Motorrad, hinten seit dem Modelljahr 2026 eine De-Dion-Achse mit rahmenfestem Differenzial, das beide Hinterräder antreibt. Eine Servolenkung führt Harley im Datenblatt nicht auf.
Die Bauform bestimmt, wie sich das Trike beim Bremsen verhält. Beim Verzögern verlagert sich Gewicht nach vorn, und dort stehen beim Spyder zwei Reifenaufstandsflächen. Bei der Harley nimmt das einzelne Vorderrad diese Last allein auf, die beiden Hinterräder laufen auf breiten Pkw-Reifen. In Kurven überwacht beim Spyder die Stabilitätskontrolle das Fahrzeug, bei der Harley arbeiten ABS, Traktionskontrolle und Schleppmomentregelung kurvenoptimiert.
Motor: Drehzahl gegen Drehmoment
Auf dem Papier hat der Spyder die höhere Spitzenleistung. Der Rotax 1330 ACE leistet 85,8 kW bei 7.250 Umdrehungen und stemmt 130,1 Nm bei 5.000. Der Milwaukee-Eight VVT 117 der Harley kommt auf 78 kW bei 5.020 Umdrehungen, liefert aber 170 Nm schon bei 3.500 Umdrehungen.
Die Daten beschreiben zwei Charaktere. Der Dreizylinder will gedreht werden, der große V2 schiebt aus dem Drehzahlkeller. Das Gewicht gleicht die Unterschiede teilweise aus:
| Modell | Gewicht | kg je kW | Nm je 100 kg |
|---|---|---|---|
| Spyder F3-S | 408 kg trocken | 4,8 | 31,9 |
| Spyder RT Limited | 464 kg trocken | 5,4 | 28,0 |
| Road Glide 3 | 537 kg fahrbereit | 6,9 | 31,7 |
| Street Glide 3 Limited | 567 kg fahrbereit | 7,3 | 30,0 |
Weil Can-Am trocken misst, fehlt beim Spyder der Kraftstoff. 27 Liter Benzin wiegen rund 20 Kilogramm, auch damit bleibt der F3-S bei etwa 5 Kilogramm je Kilowatt und deutlich leichter als jede Harley. Beim Drehmoment je Kilogramm liegen F3-S und Road Glide 3 fast gleichauf, die Harley erreicht ihren Spitzenwert aber 1.500 Umdrehungen früher. Wer Durchzug aus niedriger Drehzahl sucht, ist bei der Harley richtig, wer gern dreht, beim Spyder.
Ganz oben steht die CVO Street Glide 3 Limited mit dem VVT 121, 1.977 Kubikzentimetern, 86 kW und 182 Nm, ab 59.900 Euro UVP.
Bedienung: Halbautomatik gegen Handkupplung
Am deutlichsten unterscheiden sich die beiden Marken am Lenker und an den Fußrasten.

Der Spyder kommt mit drei Bedienelementen für Gas, Gänge und Bremse aus, das Harley-Trike braucht fünf wie ein Motorrad.
Der Spyder schaltet über die Sechsgang-Halbautomatik SE6. Hoch- und heruntergeschaltet wird über eine Wippe am linken Lenkerende, die Kupplung öffnet und schließt die Elektronik. Gebremst wird über ein Pedal am rechten Fuß, das alle drei Räder gemeinsam verzögert. Einen Handbremshebel und einen Kupplungshebel gibt es nicht. Der Rückwärtsgang sitzt im Getriebe.
Die Harley bedienst du wie ein Motorrad: Kupplungshebel links, Schalthebel am linken Fuß, Bremshebel rechts am Lenker und Bremspedal am rechten Fuß. Eine elektronische Bremskraftverteilung ergänzt das ABS. Bei der Street Glide 3 Limited kommt ein Fersenschalthebel dazu. Den Rückwärtsgang übernimmt der Anlasser elektrisch, nur bei laufendem Motor und in Intervallen von 20 Sekunden.
Für Umsteiger aus dem Auto ist das Spyder-Konzept leichter zu lernen. Wer seit Jahren Motorrad fährt, fühlt sich auf der Harley sofort zu Hause und behält die gewohnte Kontrolle über Kupplung und Gänge. Welche Getriebearten es bei Trikes sonst gibt, erklärt der Ratgeber zum Trike mit Automatik.
Komfort, Gepäck und Ausstattung
Bei den Reisemodellen liegen beide Marken nah beieinander. Die Street Glide 3 Limited bietet 201 Liter Stauraum, davon 125 Liter im Kofferraum zwischen den Hinterrädern und 68 Liter im Grand Tour-Pak. Dazu kommen Sitzheizung für Fahrer und Sozius, Griffheizung und Anschlüsse für beheizte Kleidung. Der Spyder RT Limited packt 177 Liter in feste Koffer und Topcase, hat ebenfalls beheizte Sitze und Griffe und eine selbstregelnde Luftfederung hinten, die sich an die Zuladung anpasst.
Bei den Einstiegsmodellen dreht sich das Verhältnis. Die Road Glide 3 hat 56,6 Liter im wasserdichten Kofferraum, der Spyder F3-S nur 24,4 Liter im Frontfach. Erst der F3 Limited bringt mit Koffern und Topcase 139,5 Liter.
| Ausstattung | Spyder F3-S | Spyder RT Limited | Road Glide 3 | Street Glide 3 Limited |
|---|---|---|---|---|
| Stauraum | 24,4 l | 177 l | 56,6 l | 201 l |
| Zuladung laut Hersteller | 199 kg | 224 kg | nicht angegeben | nicht angegeben |
| Sitzheizung | nein | ja | nein | ja |
| Federung hinten | Schwingarm, SACHS | Luftfederung, selbstregelnd | De-Dion-Achse, Vorspannung per Handrad | De-Dion-Achse, Vorspannung per Handrad |
| Infotainment | 10,25-Zoll-Touchscreen | 10,25 Zoll, 6 Lautsprecher | Skyline OS, 12,3 Zoll, 2 Lautsprecher | Skyline OS, 12,3 Zoll, Navigation, 4 Lautsprecher |
Eine Zuladung nennt Harley im deutschen Datenblatt nicht, der Wert steht in der Zulassungsbescheinigung. Wer regelmäßig zu zweit mit Gepäck reist, sollte ihn vor dem Kauf beim Händler erfragen.
Was Spyder und Harley kosten
Der Preisabstand ist groß und bleibt es nach dem Kauf, wenn auch kleiner. Die UVP für Deutschland, jeweils inklusive Mehrwertsteuer und ohne Überführung:
| Modell | UVP ab |
|---|---|
| Spyder F3-S | 26.399 € |
| Spyder F3 Limited | 31.599 € |
| Spyder F3 Limited Special Series | 33.599 € |
| Spyder RT Limited | 34.299 € |
| Spyder RT Sea-to-Sky | 36.199 € |
| Road Glide 3 | 38.900 € |
| Street Glide 3 Limited | 47.700 € |
| CVO Street Glide 3 Limited | 59.900 € |
Der teuerste Spyder liegt damit 2.701 Euro unter der günstigsten Harley. Bei den laufenden Kosten zählen Steuer, Verbrauch und Reifen:
| Kostenpunkt | Spyder (alle) | Road Glide 3 | Street Glide 3 Limited |
|---|---|---|---|
| Kfz-Steuer pro Jahr | 294,98 € | 421,40 € | 421,40 € |
| Verbrauch (Werk) | 6,3 l/100 km | 6,9 l/100 km | 7,2 l/100 km |
| CO₂ | 155 g/km | 164 g/km | 170 g/km |
| Reichweite rechnerisch | rund 420 bis 430 km | rund 330 km | rund 315 km |
| Reifen | 2 × 15 Zoll vorn, 1 × 15 Zoll hinten | 1 × 19 Zoll vorn, 2 × 18 Zoll hinten | 1 × 19 Zoll vorn, 2 × 18 Zoll hinten |
Die Kfz-Steuer für dreirädrige Kraftfahrzeuge beträgt nach § 9 Abs. 1 Nr. 2b KraftStG 21,07 Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter. Der Spyder mit 1.330 Kubikzentimetern zahlt damit für 14 Einheiten, die Harley mit 1.923 Kubikzentimetern für 20. Die Versicherung hängt an Typklasse, Region und Fahrerprofil, eine pauschale Aussage lässt sich dazu nicht treffen.
Führerschein: gleiche Klasse, eine Ausnahme
Spyder und Harley-Trikes sind dreirädrige Kraftfahrzeuge der Klasse L5e mit mehr als 15 kW. Nach § 6 Abs. 3a FeV darfst du beide in Deutschland mit der Klasse B fahren, wenn du mindestens 21 Jahre alt bist, allerdings nur im Inland. Die Klasse A deckt beide auch im Ausland ab. Auf beiden gilt nach § 21a Abs. 2 StVO die Helmpflicht.
Der Unterschied liegt bei der Schlüsselzahl 78. Sie beschränkt die Fahrerlaubnis auf Fahrzeuge mit Automatikgetriebe, und nach § 17a Abs. 5 FeV gilt jedes Fahrzeug ohne Kupplungspedal oder Handkupplungshebel als solches. Der Spyder erfüllt das, jede Harley hat einen Kupplungshebel. Wer seinen Führerschein auf einem Automatik-Auto gemacht hat, kann von den beiden Marken also nur den Spyder fahren. Alle Einzelheiten zu den Harley-Modellen stehen im Ratgeber zum Harley-Trike-Führerschein. Rechtsstand Oktober 2026.
Und die älteren Harley-Trikes?
Bis zum Modelljahr 2025 baute Harley die Tri Glide Ultra und die Freewheeler mit dem Milwaukee-Eight 114, 62 kW und 157 Nm. Neu gibt es sie nicht mehr, gebraucht sind sie die Alternative zu einem neuen Spyder in derselben Preisregion. Die Tri Glide Ultra kostete als Modelljahr 2025 laut UVP ab 46.600 Euro, die Freewheeler ab 37.100 Euro.
Gegenüber dem Spyder bleiben die Grundzüge gleich: Delta-Bauform, Handkupplung, getrennte Bremsen, kein Weg mit Schlüsselzahl 78. Dazu kommt bis 2025 eine Starrachse hinten, die erst die neue Generation durch die De-Dion-Achse ersetzt hat.
Spyder oder klassisches Trike?
Hinter der Frage „Spyder oder Trike“ steckt meist dieselbe Entscheidung wie beim Vergleich mit Harley. Klassische Motorrad-Trikes von Herstellern wie Rewaco oder Boom haben wie die Harley ein Rad vorn und zwei hinten. Auch dort sitzt der Fahrer hinter einer Motorradgabel, das Gewicht liegt auf der Hinterachse, und der Fahrstil ähnelt dem der Harley mehr als dem des Spyder.
Bei Getriebe und Bedienung gibt es dort mehr Spielraum als bei Harley, einige Hersteller bieten auch Automatik an. Zwei gelenkte Vorderräder mit Servolenkung und ein Bremspedal für alle drei Räder sind das Markenzeichen von Can-Am.
Welches Trike für wen?
- Für Umsteiger aus dem Auto: Spyder F3-S. Keine Kupplung, ein Bremspedal, Servolenkung und der günstigste Einstieg.
- Für Fahrer mit Schlüsselzahl 78: jeder Spyder. Eine Harley ist mit dieser Fahrerlaubnis ausgeschlossen.
- Für lange Reisen zu zweit und kleineres Budget: Spyder RT Limited, mit 177 Litern, Luftfederung und 224 Kilogramm Zuladung, 13.401 Euro unter der Street Glide 3 Limited.
- Für Motorradfahrer, die Drehmoment wollen: Road Glide 3. 170 Nm aus dem V2, Bedienung wie gewohnt, 56,6 Liter im Kofferraum.
- Für maximale Touring-Ausstattung: Street Glide 3 Limited, mit 201 Litern, Sitzheizung für beide und Navigation.
Fazit
Spyder und Harley-Trike sprechen unterschiedliche Fahrer an, obwohl beide drei Räder und rund 80 kW haben. Der Spyder ist das zugänglichere Fahrzeug, leichter, günstiger, ohne Kupplung und mit Schlüsselzahl 78 fahrbar. Die Harley ist ein Motorrad mit drei Rädern, mit dem Drehmoment des großen V2 und der Bedienung, die Motorradfahrer kennen.
Die wichtigste Frage vor dem Kauf ist deshalb, woher du kommst. Wer bisher Auto fährt, beginnt die Probefahrt beim Can-Am-Händler, wer seit Jahren Motorrad fährt, bei Harley-Davidson. Die vollständige Einordnung des Reisemodells von Can-Am steht in der Rezension des Can-Am Spyder RT.
Rechtsstand Oktober 2026 (§ 6, § 17a FeV, § 21a StVO, § 9 KraftStG). Daten nach den deutschen Modellangaben von Can-Am und Harley-Davidson zum Modelljahr 2026. UVP laut Hersteller, Händlerpreise können abweichen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Can-Am Spyder und Harley-Trike?
Der Spyder hat zwei gelenkte Räder vorn und ein angetriebenes Rad hinten, die Harley ein Vorderrad an der Telegabel und zwei angetriebene Hinterräder mit Differenzial. Der Spyder fährt mit Rotax-Dreizylinder, Halbautomatik ohne Kupplungshebel und einem Bremspedal für alle drei Räder. Die Harley hat einen V2 mit mehr Drehmoment, Handkupplung, Fußschaltung sowie Handbremshebel und Bremspedal wie ein Motorrad.
Ist der Spyder oder die Harley günstiger?
Der Spyder. Laut UVP beginnt der Spyder F3-S bei 26.399 Euro, die günstigste Harley, die Road Glide 3, bei 38.900 Euro. Bei den Reisemodellen kostet der Spyder RT Limited ab 34.299 Euro, die Street Glide 3 Limited ab 47.700 Euro. Auch die Kfz-Steuer ist mit 294,98 Euro im Jahr niedriger als bei der Harley mit 421,40 Euro.
Darf ich mit Schlüsselzahl 78 einen Spyder oder eine Harley fahren?
Den Spyder ja, die Harley nein. Nach § 17a Abs. 5 FeV gilt ein Fahrzeug ohne Kupplungspedal oder Handkupplungshebel als Automatik, das trifft auf die Halbautomatik des Spyder zu. Alle Harley-Trikes haben einen Handkupplungshebel und gelten deshalb als Schaltfahrzeug, die Schlüsselzahl 78 schließt sie aus.
Welches Trike hat mehr Leistung, Spyder oder Harley?
Mehr Spitzenleistung hat der Spyder mit 85,8 kW (115 PS), die Road Glide 3 und die Street Glide 3 Limited kommen auf 78 kW (106 PS). Beim Drehmoment liegt die Harley mit 170 Nm bei 3.500 Umdrehungen klar vorn, der Spyder erreicht 130,1 Nm bei 5.000. Die CVO Street Glide 3 Limited leistet 86 kW und 182 Nm.
Welches Trike ist leichter zu fahren?
Für Umsteiger ohne Motorraderfahrung meist der Spyder. Er schaltet per Daumenwippe ohne Kupplung, bremst mit einem Pedal alle drei Räder und hat eine Servolenkung. Auf der Harley bedienst du wie auf einem Motorrad Kupplung, Fußschalthebel, Handbremshebel und Bremspedal. Wer vom Motorrad kommt, findet sich dort sofort zurecht.
Welches Trike hat mehr Stauraum?
Bei den Reisemodellen die Harley: Die Street Glide 3 Limited kommt laut Harley auf 201 Liter, der Spyder RT auf 177 Liter inklusive Topcase. Bei den Einstiegsmodellen ist es umgekehrt, die Road Glide 3 hat 56,6 Liter im Kofferraum, der Spyder F3-S nur 24,4 Liter im Frontfach. Der Spyder F3 Limited mit Koffern und Topcase kommt auf 139,5 Liter.
Welchen Führerschein brauche ich für Spyder und Harley-Trike?
Für beide dieselben Klassen. In Deutschland genügt die Klasse B ab 21 Jahren, weil beide über 15 kW leisten (§ 6 Abs. 3a FeV), allerdings nur im Inland. Die Klasse A deckt beide auch im Ausland ab. Unterschiede gibt es nur bei der Schlüsselzahl 78, die allein der Spyder zulässt.
Wie weit kommt man mit einer Tankfüllung?
Mit dem Spyder rechnerisch rund 420 bis 430 Kilometer: 26,5 oder 27 Liter Tank bei 6,3 Litern auf 100 Kilometer laut Can-Am. Die Harley-Trikes haben 22,7 Liter Tank und verbrauchen laut Harley 6,9 Liter (Road Glide 3) bzw. 7,2 Liter (Street Glide 3 Limited), das reicht rechnerisch für 315 bis 330 Kilometer.