Can-Am Ryker vs. Spyder: Welches Trike passt zu Dir?

Ryker gegen Spyder F3 und RT mit allen Herstellerdaten: 37 bis 61 gegen 86 kW, 270 gegen 408 bis 464 kg, CVT gegen Halbautomatik, Sozius, Gepäck, Steuer.

Motorrad-Trikes Veröffentlicht am 11 Min. Lesezeit

Can-Am baut zwei Familien von Straßen-Trikes mit zwei Rädern vorn. Der Ryker ist der leichte Einstieg, der Spyder die große Baureihe mit dem 1330er-Dreizylinder, als F3 im Cruiser-Stil und als RT für die Reise. Seit dem Modelljahr 2026 baut Can-Am auf derselben Technik zusätzlich den Canyon für Schotter und Fernreisen.

Ryker und Spyder im Datenvergleich

Die Tabelle stellt das Basismodell jeder Baureihe nebeneinander. Grundlage ist die deutsche Modellübersicht von Can-Am zum Modelljahr 2026, die für Deutschland weiterhin gilt. Wo sich die Ryker-Varianten unterscheiden, stehen beide Werte.

MerkmalRyker (600 / 900)Spyder F3-SSpyder RT Limited
MotorRotax 600 ACE (2 Zyl.) / 900 ACE (3 Zyl.)Rotax 1330 ACE (3 Zyl.)Rotax 1330 ACE (3 Zyl.)
Leistung37,3 kW (50 PS) / 61,1 kW (82 PS)85,8 kW (115 PS)85,8 kW (115 PS)
Drehmoment49,7 Nm / 79,1 Nm130,1 Nm130,1 Nm
Getriebestufenloses CVT mit Rückwärtsgang6-Gang-Halbautomatik mit Rückwärtsgang6-Gang-Halbautomatik mit Rückwärtsgang
Trockengewicht270 / 280 kg408 kg464 kg
Sitzhöhe599 / 597 mm675 mm755 mm
Sitzplätze ab Werk122
Zuladung204 kg199 kg224 kg
Stauraum7 l24,4 l177 l
Tank20 l27 l26,5 l
Verbrauch (Werk)5,4 / 6,08 l/100 km6,3 l/100 km6,3 l/100 km
Federweg vorn / hinten136 / 145 mm129 / 132 mm174 / 152 mm
Bodenfreiheit97 mm115 mm115 mm
Bremsen vorn2 × 270 mm, Nissin 2-Kolben2 × 270 mm, Brembo 4-Kolben2 × 270 mm, Brembo 4-Kolben
Reifen vorn / hinten145/60 R16 / 205/45 R16165/55 R15 / 225/50 R15165/55 R15 / 225/50 R15
Servolenkungneinja (DPS)ja (DPS)
Display4,5-Zoll-Digitalanzeige10,25-Zoll-Touchscreen, Apple CarPlay10,25-Zoll-Touchscreen, Apple CarPlay
Länge × Breite2.352 × 1.522 mm2.642 × 1.497 mm2.833 × 1.554 mm
UVP ab11.099 €26.399 €34.299 €

Beim Motor, beim Gewicht und bei der Ausstattung trennt die beiden Baureihen eine ganze Fahrzeugklasse. Gemeinsam haben sie die Bauform mit zwei gelenkten Vorderrädern, das Stabilitätssystem aus ABS, Traktions- und Stabilitätskontrolle, den Berganfahrassistenten und die Bremse über ein einziges Fußpedal für alle drei Räder.

Motor: Der Ryker 900 trägt weniger Gewicht je Kilowatt

Der Rotax 600 ACE im Basis-Ryker ist der einzige Zweizylinder im Can-Am-Programm. Alle anderen Modelle fahren mit drei Zylindern, der Ryker 900, Ryker Sport und Ryker Rally mit 900 Kubikzentimetern und 61,1 kW, jeder Spyder mit dem Rotax 1330 ACE und 85,8 kW.

Die nackte Leistung täuscht über das Verhältnis zum Gewicht hinweg. Der Ryker 900 bringt 280 Kilogramm auf die Waage und trägt damit 4,6 Kilogramm je Kilowatt. Der Spyder F3-S liegt mit 408 Kilogramm bei 4,8 Kilogramm, der RT mit 464 Kilogramm bei 5,4. Auf dem Papier zieht der Ryker 900 also so kräftig wie der sportlichste Spyder.

Liegendes Balkendiagramm mit dem Trockengewicht je Kilowatt für sieben Can-Am-Modelle, aufsteigend sortiert. Ryker 900: 4,6 Kilogramm je Kilowatt bei 280 Kilogramm und 61,1 Kilowatt. Ryker Sport: 4,8. Spyder F3-S: 4,8 bei 408 Kilogramm und 85,8 Kilowatt. Ryker Rally: 5,0. Spyder F3 Limited: 5,2. Spyder RT: 5,4 bei 464 Kilogramm. Ryker 600: 7,2 bei 270 Kilogramm und 37,3 Kilowatt. Ryker- und Spyder-Modelle wechseln sich in der Rangfolge ab.

Je Kilowatt trägt der Ryker 900 weniger Gewicht als jeder Spyder, Ryker Sport und Spyder F3-S liegen gleichauf.

Den Unterschied macht das Drehmoment. Der 1330er stemmt 130,1 Nm bei 5.000 Umdrehungen, der 900er 79,1 Nm bei 6.500. Solange der Ryker allein unterwegs ist, fällt das kaum ins Gewicht. Mit Beifahrer und Gepäck verschiebt sich die Rechnung. 150 Kilogramm Zuladung machen beim Ryker gut die Hälfte des Fahrzeuggewichts aus, beim Spyder RT knapp ein Drittel. Der Spyder bleibt dann gelassener, der Ryker muss höher drehen.

Der Basis-Ryker mit 37,3 kW trägt 7,2 Kilogramm je Kilowatt und ist damit klar das gemächlichste Modell. Für Ausfahrten über Land reicht das, für zügige Überholmanöver auf der Bundesstraße plant man mehr Strecke ein. Einen Sport-Fahrmodus listet Can-Am erst für die 900er-Varianten, der Rally hat einen eigenen Rally-Modus.

Getriebe: stufenlos oder sechs Gänge per Wippe

Am Lenker unterscheiden sich die Baureihen deutlicher als im Datenblatt. Der Ryker fährt mit einem stufenlosen CVT. Es gibt nur Gas und Bremse, die Übersetzung regelt das Getriebe selbst, und für das Rangieren gibt es einen Rückwärtsgang.

Der Spyder nutzt die Sechsgang-Halbautomatik SE6. Geschaltet wird mit dem Daumen über eine Wippe am linken Lenkerende, die Kupplung öffnet und schließt die Elektronik. Auch hier gibt es einen Rückwärtsgang. Wer gern selbst den Gang wählt, etwa vor einer Kurve oder bergab zum Bremsen mit dem Motor, hat beim Spyder mehr Kontrolle. Wer gar nicht schalten will, ist beim Ryker richtig.

Rechtlich spielt der Unterschied keine Rolle. Nach § 17a Abs. 5 FeV gilt ein Kraftfahrzeug ohne Kupplungspedal bzw. ohne Handkupplungshebel als Fahrzeug mit Automatikgetriebe. Das trifft auf beide Baureihen zu.

Lenkung, Fahrwerk und Bremsen

Die dynamische Servolenkung (DPS) führt Can-Am nur bei den Spyder-Modellen. Sie unterstützt bei langsamer Fahrt kräftig und nimmt die Hilfe mit steigendem Tempo zurück. Bei über 400 Kilogramm ist das beim Rangieren und in engen Kehren eine echte Erleichterung. Der Ryker lenkt ohne Unterstützung, wiegt dafür aber mindestens 105 Kilogramm weniger als der leichteste Spyder.

Beim Fahrwerk hat der Ryker die größere Bandbreite. Der Basis-Ryker nutzt SACHS-Dämpfer mit 136 Millimetern Federweg vorn, der Ryker Sport KYB-Dämpfer mit 161 Millimetern und der Ryker Rally KYB-Dämpfer mit Ausgleichsbehälter, 185 Millimetern Federweg vorn und 122 Millimetern Bodenfreiheit. Der Rally ist damit der Ryker für Schotterwege, mit Unterbodenschutz, Handschutz und eigenem Rally-Fahrmodus. Mehr Reserven für grobes Gelände hat der Canyon auf Spyder-Basis, mit 260 Millimetern Federweg vorn, 169 Millimetern Bodenfreiheit und ab 27.899 Euro UVP.

Der Spyder F3 kommt mit 129 Millimetern Federweg vorn aus, der RT mit 174 Millimetern und einer selbstregelnden Luftfederung hinten. Bei den Bremsen liegt der Spyder vorn. Er bremst mit Brembo-Vierkolben-Festsätteln vorn und einer 270-Millimeter-Scheibe hinten, der Ryker mit Nissin-Zweikolben-Schwimmsätteln vorn und 220 Millimetern hinten. Die höhere Masse des Spyder verlangt diese Anlage.

Zu zweit fahren: Einsitzer gegen Zweisitzer

Jeder Ryker verlässt das Werk als Einsitzer. Ryker Sport und Ryker Rally haben die MAX-Montagestruktur ab Werk, an die Beifahrersitz, Rückenlehne und Fußrasten montiert werden. Beim Basis-Ryker muss auch diese Struktur nachgerüstet werden.

Dazu kommt die Zuladung. Can-Am nennt 204 Kilogramm für den Ryker, 199 Kilogramm für den Sport und 187 Kilogramm für den Rally, jeweils für Fahrer, Beifahrer und Gepäck zusammen. Zwei Erwachsene mit Motorradkleidung liegen schnell bei 170 bis 180 Kilogramm. Für Gepäck bleibt dann kaum etwas übrig.

Der Spyder F3 hat zwei Sitzplätze ab Werk und 199 Kilogramm Zuladung, der F3 Limited dazu eine Beifahrer-Rückenlehne am Topcase. Der Spyder RT bietet als einziges Modell 224 Kilogramm, beheizte Sitze für beide und verstellbare Beifahrer-Fußauflagen. Wer regelmäßig zu zweit fährt, plant vom Spyder aus. Einzelheiten zu Ausstattung und Varianten stehen in der Rezension des Can-Am Spyder RT.

Gepäck, Wetterschutz und Ausstattung

Beim Stauraum gehen die Werte weit auseinander:

ModellStauraumWetterschutzKomfort-Ausstattung
Ryker, Sport, Rally7 lkeine ScheibeTempomat ab Sport
Spyder F3-S24,4 lkeine ScheibeTempomat
Spyder F3 Limited139,5 lSport-WindabweiserKoffer, Topcase, Griffheizung
Spyder RT Limited177 lelektrisch verstellbare ScheibeSitz- und Griffheizung, Seitenwindabweiser

Die 7 Liter des Ryker reichen für Regenjacke, Papiere und ein Schloss. Alles Weitere kommt über Zubehörträger oder in den Rucksack. Ab dem F3 Limited sind Hartschalenkoffer und Topcase ab Werk verbaut, beim RT reicht der Platz für zwei Personen auf einer Wochentour.

Auch beim Cockpit liegen die Baureihen weit auseinander. Der Ryker zeigt Tempo, Drehzahl und Restreichweite auf einer 4,5-Zoll-Digitalanzeige. Jeder Spyder hat einen 10,25-Zoll-Touchscreen mit BRP Connect und Apple CarPlay, bedient über Tasten am Lenker. Für Navigation ohne zusätzliche Halterung ist das ein klares Argument.

Sitzhöhe und Abmessungen

Der Ryker sitzt tief. Mit 597 bis 599 Millimetern steigt man beim Basismodell im Sitzen auf, beim Sport sind es 629 Millimeter, beim Rally 676 Millimeter. Der Spyder F3 liegt mit 675 Millimetern im Bereich des Rally, der RT mit 755 Millimetern deutlich höher und mit aufrechter Sitzposition.

Lenker, Fußrasten und Bremspedal des Ryker lassen sich laut Can-Am ab Werk verstellen. Damit passt sich das Fahrzeug an unterschiedliche Körpergrößen an, ohne dass Zubehör gekauft werden muss. Beim F3 bietet Can-Am verschiedene Positionen für Fußrasten und Lenker an.

Für die Garage zählt die Länge. Der Ryker misst 2.352 Millimeter, der Spyder F3-S 2.642 und der RT 2.833 Millimeter. Bei der Breite liegt der Ryker mit 1.522 Millimetern vor dem F3 mit 1.497 Millimetern. Nur der RT ist mit 1.554 Millimetern noch breiter.

Was Ryker und Spyder im Unterhalt kosten

Der Preisabstand setzt sich nach dem Kauf fort, wenn auch in kleinerem Maßstab. Die Kfz-Steuer für dreirädrige Kraftfahrzeuge richtet sich nach § 9 Abs. 1 Nr. 2b KraftStG und beträgt 21,07 Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter, sofern die Emissionsschlüsselnummer 09 oder 10 lautet.

KostenpunktRyker 600Ryker 900Spyder (1330)
Kfz-Steuer pro Jahr126,42 €189,63 €294,98 €
Verbrauch (Werk)5,4 l/100 km6,08 l/100 km6,3 l/100 km
Reichweite rechnerischrund 370 kmrund 330 kmrund 420 bis 430 km
Reifen vorn2 × 145/60 R162 × 145/60 R162 × 165/55 R15
Reifen hinten205/45 R16205/45 R16 (Rally 205/55 R15)225/50 R15

Mehr kosten beim Spyder auch die Reifen. Er rollt auf breiteren 15-Zoll-Formaten, die näher an Pkw-Größen liegen. Bei der Versicherung hängen die Beiträge an Typklasse, Region und Fahrerprofil, eine pauschale Aussage lässt sich daraus nicht ableiten.

Die Kaufpreise nach Can-Am-UVP für Deutschland, jeweils inklusive Mehrwertsteuer und ohne Fracht und Zulassung:

VarianteUVP ab
Ryker11.099 €
Ryker Sport14.899 €
Ryker Rally16.799 €
Spyder F3-S26.399 €
Spyder F3 Limited31.599 €
Spyder F3 Limited Special Series33.599 €
Spyder RT Limited34.299 €
Spyder RT Sea-to-Sky36.199 €

Zwischen dem teuersten Ryker und dem günstigsten Spyder liegen 9.600 Euro. Wer beim Ryker Sozius-Ausstattung, Gepäckträger und Windschild nachrüstet, landet trotzdem weit unter dem Einstieg in die Spyder-Welt.

Führerschein: gleiche Regeln für beide

Ryker und Spyder sind dreirädrige Kraftfahrzeuge der EU-Klasse L5e. Nach § 6 Abs. 3a FeV berechtigt die Klasse B auch zum Führen dreirädriger Kraftfahrzeuge im Inland, bei mehr als 15 kW aber erst ab 21 Jahren. Alle Can-Am-Modelle liegen mit 37,3 kW und mehr über dieser Grenze. Ein früherer Weg existiert nicht, denn auch die Klasse A gibt es für dreirädrige Kraftfahrzeuge über 15 kW nach § 10 Abs. 1 Nr. 4 FeV erst ab 21. Die Klasse-B-Regel endet an der Grenze, im Ausland gelten die Vorschriften des jeweiligen Landes.

Die Schlüsselzahl 78 im Führerschein ist bei beiden Baureihen kein Hindernis, weil keine einen Kupplungshebel hat. Eine Helmpflicht gilt nach § 21a Abs. 2 StVO auf beiden, Gurte haben weder Ryker noch Spyder. Rechtsstand Oktober 2026.

Modelljahr 2027: Was sich beim Ryker ändert

BRP hat im August 2026 das Modelljahr 2027 vorgestellt, mit der größten Überarbeitung beim Ryker. Der Zweizylinder Rotax 600 ACE entfällt. Der Standard-Ryker bekommt eine gedrosselte Version des 900er-Dreizylinders mit laut BRP 52 hp (rund 39 kW) und mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich. Ryker Sport und die nur 2027 angebotene Ryker Special Series fahren mit 80 hp.

Dazu kommen ein steiferer Rahmen, eine verstärkte Lenkung, ein neu abgestimmtes Stabilitätssystem, ein 5-Zoll-Farbdisplay, neue Lenkerarmaturen und LED-Scheinwerfer. Die Special Series baut auf dem Sport auf und bringt Akrapovič-Auspuff und hochwertigere Federelemente mit.

Beim Spyder fallen die Änderungen kleiner aus. Neu sind Farben, beim RT Sea-to-Sky eine Reifendruckkontrolle und eine Navigation für den 10,25-Zoll-Bildschirm, die per Software-Update kommt. Bis Can-Am deutsche Preise für 2027 nennt, gelten die Werte des Modelljahrs 2026. Am Grundabstand zwischen den Baureihen ändert sich auch 2027 nichts, beim Ryker steigt die Basisleistung.

Welches Can-Am-Trike für wen?

Fazit

Ryker und Spyder sprechen unterschiedliche Fahrer an, obwohl die Bauform dieselbe ist. Der Ryker ist ein leichtes Spaßgerät für allein gefahrene Kilometer, der Spyder ein Reisefahrzeug für zwei. Die wichtigste Frage vor dem Kauf ist deshalb, wie oft ein Beifahrer mitfährt und wie viel Gepäck auf eine Tour muss.

Eine Probefahrt bei einem Can-Am-Händler zeigt den Unterschied am schnellsten, idealerweise auf beiden Modellen hintereinander. Wer jetzt einen Ryker kaufen will, kann den Händler nach dem Modelljahr 2027 mit dem stärkeren Basismotor fragen. Die vollständige Einordnung des Einstiegsmodells steht in der Rezension des Can-Am Ryker, die des Spyder in der Mitte der Baureihe in der Rezension des Can-Am Spyder F3.

Rechtsstand Oktober 2026 (§ 6, § 10 und § 17a FeV, § 21a StVO, § 9 KraftStG). Daten nach der deutschen Modellübersicht von Can-Am zum Modelljahr 2026 und der BRP-Vorstellung des Modelljahrs 2027 vom August 2026. UVP laut Can-Am, Händlerpreise können abweichen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Can-Am Ryker und Spyder?

Der Ryker ist das kleine Einsitzer-Trike mit 270 bis 303 Kilogramm, Rotax 600 oder 900 ACE und stufenlosem CVT. Der Spyder fährt in jeder Variante mit dem Rotax 1330 ACE und 85,8 kW, einer Sechsgang-Halbautomatik, Servolenkung und zwei Sitzplätzen ab Werk und wiegt 408 bis 464 Kilogramm. Dazu kommen beim Spyder ein 10,25-Zoll-Touchscreen und je nach Variante bis zu 177 Liter Stauraum, beim Ryker sind es 7 Liter.

Ist der Ryker oder der Spyder besser für Anfänger?

Für den ersten Kontakt mit drei Rädern spricht der Ryker. Er wiegt 138 Kilogramm weniger als ein Spyder F3-S, hat mit 597 Millimetern die niedrigste Sitzhöhe der Baureihe und fährt stufenlos ohne jede Gangwahl. Lenker, Fußrasten und Bremspedal lassen sich ab Werk verstellen. Wer von Anfang an zu zweit oder mit Gepäck fahren will, ist mit dem Spyder trotzdem besser bedient, weil er dafür gebaut ist.

Kann man auf dem Ryker zu zweit fahren wie auf dem Spyder?

Nur mit Zubehör. Can-Am liefert jeden Ryker als Einsitzer aus. Ryker Sport und Ryker Rally haben ab Werk die MAX-Montagestruktur, an die der Beifahrersitz samt Fußrasten montiert wird, beim Basis-Ryker muss auch sie nachgerüstet werden. Die Zuladung von 187 bis 204 Kilogramm deckt Fahrer, Beifahrer und Gepäck gemeinsam ab. Der Spyder hat zwei Sitzplätze ab Werk, beim RT mit Rückenlehne und 224 Kilogramm Zuladung.

Welcher ist günstiger im Unterhalt, Ryker oder Spyder?

Der Ryker. Die Kfz-Steuer liegt nach § 9 Abs. 1 Nr. 2b KraftStG bei 126,42 Euro für den Ryker 600 und 189,63 Euro für den Ryker 900, ein Spyder mit 1.330 Kubikzentimetern kostet 294,98 Euro im Jahr. Can-Am nennt 5,4 bis 6,08 Liter auf 100 Kilometer für den Ryker und 6,3 Liter für den Spyder. Auch die 16-Zoll-Reifen des Ryker sind schmaler als die 15-Zoll-Formate des Spyder.

Hat der Can-Am Ryker eine Servolenkung?

Nein. Die dynamische Servolenkung DPS führt Can-Am nur bei Spyder F3 und RT auf. Beim Ryker gleicht das geringere Gewicht von 270 bis 303 Kilogramm das zum Teil aus. Für 2027 kündigt BRP beim Ryker eine verstärkte Lenkung und einen steiferen Rahmen an, eine Servolenkung gehört nicht zu den genannten Neuerungen.

Ryker 900 oder Spyder F3: Welcher zieht besser?

Auf dem Papier liegen beide fast gleichauf. Der Ryker 900 trägt 4,6 Kilogramm Trockengewicht je Kilowatt, der Spyder F3-S 4,8 Kilogramm. Der F3 hat mit 130,1 Nm aber deutlich mehr Drehmoment als der Ryker mit 79,1 Nm und behält seine Kraftreserve auch mit Beifahrer und Gepäck. Mit voller Beladung zieht deshalb der Spyder souveräner.

Brauche ich für Ryker und Spyder unterschiedliche Führerscheine?

Nein. Für beide genügt in Deutschland die Klasse B, nach § 6 Abs. 3a FeV im Inland und bei mehr als 15 kW erst ab 21 Jahren. Weil weder Ryker noch Spyder einen Kupplungshebel hat, gelten beide nach § 17a Abs. 5 FeV als Fahrzeuge mit Automatikgetriebe und dürfen auch mit der Schlüsselzahl 78 gefahren werden. Rechtsstand Oktober 2026.

Was ändert sich beim Can-Am Ryker 2027?

BRP hat im August 2026 einen neuen Basismotor angekündigt. Der Zweizylinder Rotax 600 ACE entfällt, der Standard-Ryker bekommt eine gedrosselte Version des 900er-Dreizylinders mit 52 hp, Ryker Sport und die einjährige Special Series fahren mit 80 hp. Dazu kommen ein 5-Zoll-Farbdisplay, neue Lenkerarmaturen, LED-Scheinwerfer und ein steiferer Rahmen. Deutsche Preise für das Modelljahr 2027 stehen noch aus.

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