Motorrad mit 3 Rädern vorne: Reverse Trike erklärt

Zwei Räder vorn, eines hinten: Wie ein Reverse Trike bremst und lenkt, welche Modelle es gibt und warum 460 Millimeter Spurweite über den Führerschein entscheiden.

Motorrad-Trikes Veröffentlicht am 9 Min. Lesezeit

Zwei Räder vorn, eines hinten, dazu ein Motorradlenker: Diese Anordnung fällt auf jedem Parkplatz auf. Sie hat einen eigenen Namen, eine eigene Technik und eine rechtliche Eigenheit, die selbst Verkäufer gelegentlich übersehen. Dieser Ratgeber klärt, was hinter der Bauform steckt, welche Fahrzeuge sie nutzen und warum wenige Zentimeter Spurweite über die Führerscheinklasse entscheiden.

Die Bauform heißt Tadpole oder Reverse Trike

Für die Radanordnung mit zwei Rädern vorn hat sich im Deutschen der englische Begriff Reverse Trike durchgesetzt, also das umgekehrte Trike. In der Fahrzeugtechnik trägt sie den Namen Tadpole, das englische Wort für Kaulquappe. Gemeint ist die Silhouette von oben: ein breiter Kopf, ein schmal auslaufendes Heck.

Das Gegenstück heißt Delta, nach dem griechischen Großbuchstaben mit der Spitze nach vorn. Dort steht ein gelenktes Rad vorn, zwei angetriebene stehen hinten. Beide Begriffe beschreiben ausschließlich die Geometrie. Über Leistung, Antrieb oder Fahrzeugklasse sagen sie nichts aus, und beide Bauformen laufen in den Papieren unter derselben Bezeichnung. Wie die Begriffe insgesamt zusammenhängen, ordnet der Ratgeber zum Motorrad mit 3 Rädern ein.

Praktisch zerfällt die Tadpole-Familie in zwei Gruppen, die technisch kaum etwas gemeinsam haben: die großen Roadster mit starrer Vorderachse und die Dreirad-Roller mit Neigetechnik. Beide stehen auf zwei Vorderrädern, sonst trennt sie fast alles.

Warum die zwei Räder vorn stehen

Der Grund steckt in der Physik des Bremsens. Sobald ein Fahrzeug verzögert, verlagert sich Last nach vorn, weil der Schwerpunkt über der Fahrbahn liegt und die Bremskraft am Boden angreift. Die Vorderachse trägt dadurch beim starken Bremsen den überwiegenden Teil des Gewichts und kann entsprechend viel Bremskraft übertragen. Genau dort sitzen beim Reverse Trike zwei Reifenaufstandsflächen statt einer.

Can-Am nutzt das konsequent aus. Beim Spyder F3 und beim Spyder RT arbeiten vorn zwei Scheiben mit 270 Millimetern Durchmesser und Brembo-Vierkolben-Festsätteln, hinten eine einzelne 270er-Scheibe mit Einkolben-Schwimmsattel. Die Bremse wird dabei über ein fußbetätigtes Dreirad-System angesteuert, das alle drei Räder gemeinsam verzögert. Einen Handbremshebel am Lenker gibt es nicht.

Der zweite Gewinn liegt in der Spurführung. Zwei gelenkte Räder an einer breiten Achse halten die Richtung, auch wenn die Fahrbahn uneben ist oder eine Seite weniger Grip hat. Ein Zweirad braucht in dieser Situation eine Korrektur am Lenker, ein Reverse Trike zieht seine Linie weiter. Zusammen mit dem fehlenden Balancezwang ergibt das die Kombination, die Umsteiger an der Bauform schätzen. Wie sich das beim Fahren anfühlt, beschreibt der Ratgeber zum Trike fahren lernen.

Was an so einer Vorderachse steckt

Die Vorderachse eines Reverse Trikes stammt konstruktiv aus dem Automobilbau. Can-Am führt beim Spyder F3 und RT Doppelquerlenker mit Querstabilisator auf, dazu SACHS-Big-Bore-Dämpfer mit 129 Millimetern Federweg beim F3 und 174 Millimetern beim RT. Der Ryker arbeitet mit Coilover-Zweirohrstoßdämpfern von SACHS und 136 Millimetern Federweg.

Auch die Reifen folgen der Pkw-Logik. Die Größenbezeichnungen lesen sich wie am Kleinwagen:

ModellReifen vornReifen hintenBreite
Can-Am Ryker 600 und 900145/60 R16 (zwei)205/45 R161.522 mm
Can-Am Spyder F3165/55 R15 (zwei)225/50 R151.497 mm
Can-Am Spyder RT165/55 R15 (zwei)225/50 R151.554 mm
Yamaha Niken120/70 R15 (zwei)190/55 R17Vorderspur 410 mm

Alle Werte stammen aus den Herstellerangaben von BRP und Yamaha. Auffällig ist das Muster: Vorn laufen zwei schmale Reifen, hinten ein deutlich breiterer. Die Vorderräder teilen sich Lenk- und Bremsarbeit, das Hinterrad überträgt allein die Antriebskraft und braucht dafür Aufstandsfläche. Bei der Niken kehrt sich das Bild um, weil sie mit Motorradreifen und Schräglage arbeitet.

Ein Detail fällt Umsteigern sofort auf: Die Vorderräder sind einzeln aufgehängt und federn unabhängig. Fährt nur ein Rad durch ein Schlagloch, bleibt das Fahrzeug ruhig. Die Rezension zum Can-Am Ryker geht auf das Fahrwerk im Detail ein.

Zwei Familien: starr oder neigend

Die wichtigste Unterscheidung innerhalb der Bauform betrifft die Frage, ob sich das Fahrzeug in die Kurve legt.

Starre Vorderachse. Can-Am Ryker und Spyder, der Polaris Slingshot und der Morgan Super 3 bleiben in der Kurve aufrecht. Die Seitenführung übernehmen die Reifen, das Fahrzeug stützt sich über Fahrwerk und Stabilisator ab. Fahrer und Beifahrer spüren dabei Querkräfte, die ein Zweirad so nicht kennt, weil dort die Schräglage die Fliehkraft ausgleicht. Alle drei Hersteller sichern das elektronisch ab, Can-Am über eine Stabilitätskontrolle (SCS) samt Traktionskontrolle.

Neigende Vorderachse. Piaggio (MP3), Yamaha (Tricity, Niken) und Peugeot (Metropolis) hängen ihre beiden Vorderräder an ein Parallelogramm, das sich mit dem Fahrzeug neigt. Yamaha nennt das System Leaning Multi Wheel (LMW). Der Fahrer lenkt und neigt wie auf einem Motorrad, hat aber zwei Räder mit Bodenkontakt vor sich. Die Niken erreicht damit laut Yamaha bis zu 45 Grad Schräglage. Wie die Mechanik im Einzelnen arbeitet, erklärt der Ratgeber zur Neigetechnik beim Dreirad.

Die Roller ergänzen das Parallelogramm um eine Sperre, die das Fahrzeug im Stand aufrecht hält. Piaggio nennt sie Neigungssperre, Yamaha beim Tricity 300 Standing Assist. Beide lassen sich unterhalb von 10 km/h aktivieren, danach bleibt der Roller ohne Ständer stehen und die Füße können auf dem Trittbrett bleiben.

Wann zwei Räder vorn trotzdem als eines zählen

Hier liegt die Eigenheit, die der Bauform ihre rechtliche Spannung gibt. Die europäische Typgenehmigung zählt Räder nach einem eigenen Maßstab:

„Doppelrad” zwei auf einer Achse montierte Räder, die als ein Rad angesehen werden und bei denen der Abstand zwischen den Mittelpunkten der Aufstandsflächen der Reifen auf der Fahrbahn 460 mm oder weniger beträgt

Art. 3 Nr. 72 Verordnung (EU) Nr. 168/2013

Stehen die Vorderräder also eng zusammen, gelten sie gemeinsam als ein einziges Rad. Das Fahrzeug ist dann rechtlich zweirädrig und wird als Kraftrad genehmigt, mit allen Folgen für die Fahrerlaubnis. Erst oberhalb von 460 Millimetern zählen die Räder einzeln.

Punktdiagramm der Vorderspur von fünf Fahrzeugen mit zwei Vorderrädern auf einer Skala von 350 bis 490 Millimetern mit roter Grenzlinie bei 460 Millimetern. Yamaha Tricity 125 mit 380 Millimetern, Yamaha Niken mit 410 Millimetern und die schmale Piaggio MP3 mit 420 Millimetern liegen links der Grenze und gelten als Kraftrad. Piaggio MP3 LT mit 465 Millimetern und Yamaha Tricity 300 mit 470 Millimetern liegen rechts davon und gelten als dreirädriges Kraftfahrzeug der Klasse L5e.

Alle bekannten Vertreter drängen sich um die Grenze: Zwischen der schmalen MP3 und der LT-Ausführung derselben Baureihe liegen 45 Millimeter Spur.

Das prominenteste Beispiel ist die Yamaha Niken. Yamaha gibt für sie eine Vorderspur von 410 Millimetern an und hält diesen Abstand über die Parallelogramm-Aufhängung konstant. Die Niken ist damit als Kraftrad typisiert, und wer sie fahren will, braucht die Klasse A. Der Autoführerschein hilft bei ihr nicht weiter, obwohl drei Räder auf der Straße stehen. Warum auch die Klasse A2 und die Schlüsselzahl 196 ausscheiden, erklärt der Ratgeber zur Yamaha Niken mit Autoführerschein.

Umgekehrt liegt der Yamaha Tricity 300 laut ADAC-Fahrbericht bei 47 Zentimetern Vorderspur und damit knapp über der Marke. Er ist als L5e genehmigt und in Deutschland mit Klasse B fahrbar, wegen seiner 20,6 kW ab 21 Jahren, wie der Ratgeber zum Yamaha-Tricity-Führerschein zeigt. Bei Piaggio trug die breitspurige Ausführung lange das Kürzel LT: Der MP3 Yourban kam mit 420 Millimetern Spur, der Yourban LT mit 465 Millimetern. Dieselbe Baureihe, zwei Fahrzeugklassen.

Praktisch heißt das: Bei den großen Roadstern stellt sich die Frage nie, deren Vorderräder stehen weit über einen Meter auseinander. Bei Rollern und bei neigenden Motorrädern lohnt der Blick in Feld J der Zulassungsbescheinigung Teil I. Steht dort L5e, öffnet § 6 Abs. 3a FeV die Klasse B im Inland, oberhalb von 15 kW ab 21 Jahren. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zum Trike mit Autoführerschein, für die Roller im Ratgeber zur Piaggio MP3 mit Autoführerschein.

Die Modelle mit zwei Rädern vorne

Die Bauform deckt eine weite Spanne ab, vom 125er-Roller bis zum Roadster mit 173 PS:

ModellAntriebLeistungVorderachseKlasse
Piaggio MP3 310Einzylinder, 310 cm³19,4 kW (26 PS)neigendL5e
Piaggio MP3 400 hpeEinzylinder, 399 cm³26 kW (35 PS)neigendL5e
Piaggio MP3 530 hpeEinzylinder, 530 cm³32,5 kW (44 PS)neigendL5e
Yamaha Tricity 300Einzylinder, 292 cm³20,5 kW (28 PS)neigendL5e
Peugeot Metropolis 400Einzylinder, 400 cm³26 kW (35,5 PS)neigendL5e
Yamaha NikenDreizylinder, 847 cm³84,6 kW (115 PS)neigendKraftrad
Can-Am Ryker 600Rotax 600 ACE37,3 kW (50 PS)starrL5e
Can-Am Ryker 900Rotax 900 ACE61,1 kW (82 PS)starrL5e
Can-Am Spyder F3Rotax 1330 ACE85,8 kW (115 PS)starrL5e
Can-Am Spyder RTRotax 1330 ACE85,8 kW (115 PS)starrL5e
Polaris SlingshotVierzylinder, 2.384 cm³129 kW (173 PS)starrL5e

Die Werte stammen aus den Herstellerangaben von Piaggio, Yamaha, Peugeot, BRP und Polaris sowie aus den Modellübersichten der Fachpresse. Auffällig ist die Lücke in der Mitte: Zwischen den Rollern mit gut 30 kW und den Roadstern ab 37 kW gibt es wenig, und die einzige neigende Maschine oberhalb der Rollerklasse, die Niken, fällt rechtlich aus der Dreirad-Gruppe heraus.

Für Interessenten unter 21 Jahren ist die Tabelle schnell gelesen. Solange ein Fahrzeug über 15 kW liegt, verlangt die Klasse B das Mindestalter 21, und auch die Klasse A wird für dreirädrige Kraftfahrzeuge erst ab 21 erteilt. Übrig bleiben die kleinen Roller.

Was die Bauform im Alltag bedeutet

Drei Punkte fallen im täglichen Umgang auf, und alle drei hängen an der Vorderachse.

Die Breite. Can-Am misst über die Vorderachse zwischen 1.497 und 1.554 Millimetern, der Polaris Slingshot kommt auf 1,82 Meter. Damit passt keines dieser Fahrzeuge durch eine Motorradlücke im Stau, und in engen Parkhäusern wird es knapp. Beim Rangieren hilft bei Can-Am der serienmäßige Rückwärtsgang, den Ryker und Spyder über ihr Getriebe bereitstellen.

Die Spurrillen. Zwei Vorderräder laufen in zwei getrennten Spuren. Auf Fahrbahnen mit ausgefahrenen Rillen folgt jedes Rad seiner eigenen Kante, was sich in der Lenkung bemerkbar macht. Fahrer berichten das vor allem bei Autobahnen mit Schwerlastverkehr. Was beim Fahren auf der Autobahn sonst noch gilt, steht im Ratgeber zum Trike auf der Autobahn.

Der Bremsweg. Das bayerische Verbraucherinformationssystem weist für Trikes ausdrücklich darauf hin, dass die Bremswege über denen von Autos und Motorrädern liegen. Zwei Vorderräder bringen zwar mehr Aufstandsfläche, das höhere Gewicht und die Reifen wiegen den Vorteil jedoch auf. Ein Can-Am Spyder RT bringt 464 Kilogramm trocken auf die Waage, ein vergleichbares Tourenmotorrad deutlich weniger.

Dazu kommt der Punkt, den alle offenen Dreiräder teilen: Ohne genehmigtes Sicherheitsgurtsystem gilt nach § 21a Abs. 2 StVO die Helmpflicht, für Fahrer wie für Mitfahrer. Die Details dazu klärt der Ratgeber zur Helmpflicht beim Trike.

Fazit

Ein Motorrad mit zwei Rädern vorn heißt Reverse Trike, technisch Tadpole. Die Anordnung setzt die Räder dorthin, wo beim Bremsen die Last liegt, und bringt an der Vorderachse Technik aus dem Automobilbau mit: Doppelquerlenker, Querstabilisator, zwei Bremsscheiben und Reifen in Pkw-Formaten.

Innerhalb der Bauform trennen sich zwei Welten. Starre Achsen von Can-Am, Polaris und Morgan bleiben aufrecht und setzen auf elektronische Stabilitätssysteme. Neigende Achsen von Piaggio, Yamaha und Peugeot legen sich mit und fahren sich wie ein Motorrad mit doppelter Vorderhand.

Vor dem Kauf zählt ein Blick in die Papiere. Erst ab 460 Millimetern Spurweite zählen die beiden Vorderräder einzeln, und nur dann greift die deutsche Klasse-B-Regel für dreirädrige Kraftfahrzeuge. Die Yamaha Niken zeigt mit ihren 410 Millimetern, dass sichtbare Räder und rechtliche Räder zwei verschiedene Dinge sind. Wie die Technik beim gespiegelten Fall aussieht, klärt der Ratgeber zum Motorrad mit 3 Rädern hinten.

Häufige Fragen

Wie heißt ein Motorrad mit zwei Rädern vorne?

Die Bauform heißt Reverse Trike, in der Fachsprache Tadpole. Das englische Wort bedeutet Kaulquappe und beschreibt die Silhouette mit dem breiten Kopf und dem schmalen Schwanz. Zwei gelenkte Räder stehen vorn, ein angetriebenes hinten. Can-Am Ryker und Spyder, der Polaris Slingshot und der Morgan Super 3 sind nach diesem Prinzip gebaut, ebenso die Dreirad-Roller von Piaggio, Yamaha und Peugeot.

Warum haben manche Motorräder zwei Räder vorne?

Beim Bremsen wandert die Last nach vorn, deshalb entsteht dort auch der größte Teil der Verzögerung. Zwei Vorderräder verteilen diese Arbeit auf zwei Reifenaufstandsflächen und meist auf zwei Bremsscheiben. Dazu kommt die Spurführung: Zwei gelenkte Räder an einer breiten Achse halten das Fahrzeug beim Verzögern stabil in der Spur. Deshalb wählen Hersteller mit sportlichem Anspruch diese Anordnung.

Ist ein Fahrzeug mit zwei Vorderrädern immer ein Dreirad?

Nein. Nach Art. 3 Nr. 72 der Verordnung (EU) Nr. 168/2013 gelten zwei Räder einer Achse als ein einziges Rad, solange der Abstand zwischen den Mittelpunkten ihrer Aufstandsflächen höchstens 460 Millimeter beträgt. Die Yamaha Niken hält ihre Vorderräder auf 410 Millimetern und ist deshalb als Kraftrad genehmigt. Für sie braucht es die Klasse A, obwohl sie sichtbar drei Räder hat.

Was ist der Unterschied zwischen Reverse Trike und Trike?

Beim klassischen Trike steht ein Rad vorn und zwei stehen hinten, diese Anordnung heißt Delta. Beim Reverse Trike ist es umgekehrt. Der Unterschied betrifft Antrieb und Fahrverhalten: Das Delta-Trike treibt zwei Räder an und braucht dafür ein Differenzial, das Reverse Trike treibt ein einzelnes Hinterrad an und arbeitet vorn mit einer Achse aus dem Automobilbau.

Legen sich Fahrzeuge mit zwei Vorderrädern in die Kurve?

Das hängt von der Vorderachse ab. Can-Am, Polaris und Morgan bauen starre Achsen, diese Fahrzeuge bleiben in der Kurve aufrecht und stützen sich über die Reifen ab. Piaggio, Yamaha und Peugeot hängen ihre Vorderräder dagegen an ein Parallelogramm, das sich mitsamt Fahrzeug neigt. Die Yamaha Niken erreicht damit laut Hersteller bis zu 45 Grad Schräglage.

Welchen Führerschein braucht ein Reverse Trike?

Steht in Feld J der Zulassungsbescheinigung die Klasse L5e, greift § 6 Abs. 3a FeV: Die Klasse B berechtigt im Inland zum Führen dreirädriger Kraftfahrzeuge, oberhalb von 15 kW Motorleistung allerdings erst ab 21 Jahren. Steht dort eine Kraftradklasse wie L3e, zählen die Vorderräder als Doppelrad und es ist eine Motorradklasse nötig.

Wie breit ist ein Fahrzeug mit zwei Rädern vorne?

Die Motorrad-Trikes von Can-Am messen über die Vorderachse zwischen 1.497 und 1.554 Millimetern, der Can-Am Ryker 1.522 Millimeter. Der Polaris Slingshot kommt auf 1,82 Meter Gesamtbreite. Dreirad-Roller bleiben deutlich schmaler, weil ihre Vorderräder dicht beieinander stehen. In eine Motorradlücke passt keines dieser Fahrzeuge.

Was bedeutet Tadpole beim Trike?

Tadpole ist die englische Bezeichnung für Kaulquappe und benennt in der Fahrzeugtechnik die Radanordnung mit zwei Rädern vorn und einem hinten. Das Gegenstück heißt Delta, nach dem griechischen Großbuchstaben mit der Spitze nach vorn. Beide Begriffe beschreiben nur die Geometrie und sagen nichts über Antrieb, Leistung oder Fahrzeugklasse aus.

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