Givi E300N2 Monolock

Topcase · Givi

Givi E300N2 Monolock (Topcase)

  • 30 Liter für genau einen Helm, das kleinste sinnvolle Topcase-Format und der günstigste Einstieg dieser Auswahl
  • Abschließbarer Micro-2-Verschluss, Monolock-Universalplatte samt Montagekit liegt bei
  • Mit 400 × 410 mm Grundfläche baut es kompakt genug, um am Heck nicht zu dominieren
  • Rote Reflektoren serienmäßig, die Variante E300NT2 trägt stattdessen eine silberne Blende
  • 2,20 € pro Liter bei Amazon und damit der beste Volumenpreis dieser Auswahl (Amazon-Preis: Stand 18.10.2026, 17:37 MESZ · Details)

Amazon-Preis: Stand 18.10.2026, 17:37 MESZ, inkl. MwSt., ohne Gewähr · Details

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Rezension der trike-magazin.de-Redaktion · Veröffentlicht am 4. September 2026

Technische Daten

Produkttyp Topcase aus Kunststoff, abnehmbar
Volumen 30 Liter
Außenmaße 400 × 410 × 300 mm (L × B × H)
Helmkapazität laut Hersteller ein Helm
Befestigungssystem Givi Monolock, Universalplatte und Montagekit im Lieferumfang
Maximale Zuladung 3 kg (Systemgrenze Monolock); für das E300N2 nennt Givi keinen eigenen Wert
Eigengewicht rund 3 kg laut Händlerangabe
Material Polypropylen
Verschluss Micro 2, abschließbar
Reflektoren rot (E300N2), silberne Blende bei der Variante E300NT2
Optionales Rückenpolster E197
Optionales Sicherheitsschloss Security Lock SL101
Trägerkompatibilität alle Givi-Träger für Monolock sowie über die Universalplatte nahezu jeder vorhandene Gepäckträger
Listenpreis Handel ab rund 92 €

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Der günstigste Weg zu abschließbarem Stauraum am Heck
  • Ein Helm passt vollständig hinein, damit ist der häufigste Anwendungsfall am Parkplatz abgedeckt
  • 400 × 410 mm Grundfläche brauchen wenig Trägerfläche und passen auch auf schmalere Heckaufbauten
  • Die Universalplatte samt Montagekit liegt bei, es entstehen keine Zusatzkosten für einen Träger
  • Der Micro-2-Verschluss ist abschließbar, Helm und Handschuhe bleiben in der Pause im Case
  • Rote Reflektoren serienmäßig, das erhöht die Sichtbarkeit des Hecks ohne Zusatzteil

Das spricht dagegen

  • Bei 30 Litern ist nach einem Helm Schluss, für Helm plus Regenkombi wird es eng
  • Das Case wiegt selbst rund 3 kg und damit so viel, wie es laden darf: Der Träger muss beides zusammen aufnehmen
  • Givi nennt für das E300N2 keine eigene Zuladungsangabe, es bleibt bei der Systemgrenze von Monolock
  • Kein Bremslicht und keine Innentasche im Zubehör, das Programm ist deutlich schmaler als beim B47 Blade
  • Zur Dichtigkeit nennt Givi beim E300N2 keine geprüfte Regenmenge, anders als beim größeren B47 Blade

Bewertung im Detail

Volumen & Stauraum 3,0
Material & Wetterschutz 3,5
Montage & System 4,0
Preis-Leistung 4,5

Gesamtwertung: 3,8 / 5

Nicht jeder braucht 47 Liter am Heck. Wer sein Trike hauptsächlich für Ausfahrten nutzt und am Ziel nur den Helm wegschließen will, kommt mit deutlich weniger aus. Das Givi E300N2 fasst 30 Liter, kostet bei Amazon 66,13 € (Amazon-Preis: Stand 18.10.2026, 17:37 MESZ · Details) und bringt die Monolock-Universalplatte samt Montagekit mit. Grundlage der Einordnung sind die Givi-Produktangaben zum E300N2, Händlerdaten zu Maßen und Gewicht sowie der Vergleich mit den größeren Cases der Reihe.

30 Liter heißt: ein Helm

Givi formuliert die Kapazität eindeutig als Stauraum für einen Helm. Das ist die ehrlichste Angabe dieser ganzen Auswahl, weil sie keine Interpretation zulässt.

Beladungpasst ins E300N2
Ein Jethelmja, mit Reserve
Ein Integralhelmja
Ein Klapphelm mit montierter Sprechanlageknapp, je nach Kopfgröße
Ein Helm plus Regenjackenein
Zwei Helmenein

Der Fall, an dem sich der Kauf entscheidet, ist die Regenausrüstung. Eine Macna Spray Regenjacke zum Überziehen lässt sich klein zusammenlegen und findet neben einem Jethelm noch Platz. Eine vollständige Regenkombi mit Hose und Überschuhen belegt für sich schon rund 15 Liter, dann bleibt für den Helm nichts mehr. Wer beides regelmäßig dabeihat, sollte gleich zum Shad SH39 mit 39 Litern greifen.

Die Rechnung, die viele übersehen: 3 plus 3

Das E300N2 wiegt laut Händlerangabe rund 3 Kilogramm, und die Zuladungsgrenze des Monolock-Systems liegt ebenfalls bei 3 Kilogramm. Beide Zahlen addieren sich auf der Trägerplatte.

PositionGewicht
Case selbstca. 3 kg
Zulässige Zuladung3 kg
Last auf dem Gepäckträgerca. 6 kg

Das ist der Wert, gegen den die Belastungsgrenze des Gepäckträgers zu prüfen ist. Viele Zweirad-Gepäckträger sind für 3 bis 5 Kilogramm freigegeben und wären mit einem voll beladenen Case bereits überlastet, obwohl das Case selbst innerhalb seiner Grenze bleibt. An einem Trike mit einer stabilen Heckplatte oder einem Rahmen-Gepäckträger ist die Reserve meist deutlich größer, geprüft werden sollte es trotzdem. Es gilt immer der niedrigste Wert der Kette aus Träger, Adapterplatte und Case.

Hinzu kommt: Ausschlaggebend ist weniger das ruhende Gewicht als die Kraft beim Überfahren einer Bordsteinkante oder eines Schlaglochs. Dort wirkt kurzzeitig ein Vielfaches der Ruhelast auf die Schraubpunkte.

Warum klein am Trike ein Argument ist

Bei Topcases gilt die Faustregel, im Zweifel größer zu kaufen. Am Trike gibt es zwei Gegenargumente, die das E300N2 rechtfertigen.

Das erste ist die Optik. Ein Trike lebt von seiner Silhouette, und ein 570 Millimeter breiter Koffer am Heck verändert sie deutlich. Mit 410 Millimetern Breite bleibt das E300N2 innerhalb der typischen Fahrzeugbreite und fällt weniger auf.

Das zweite ist die Fläche. Nicht jeder Trike-Umbau hat eine großzügige Heckplatte. Bei Fahrzeugen mit schmalem Gepäckträger oder einer Trägerlösung hinter der Rückenlehne entscheidet die Grundfläche darüber, ob sich die Adapterplatte überhaupt sauber verschrauben lässt. 400 × 410 Millimeter brauchen deutlich weniger Auflage als die 570 × 445 Millimeter des Givi B47 Blade.

Micro 2: abschließbar, mehr braucht es nicht

Givi setzt beim E300N2 den Micro-2-Verschluss ein. Er verriegelt den Deckel, lässt sich abschließen, und derselbe Schlüssel löst die Verriegelung zur Trägerplatte.

Damit erfüllt das Case seine Kernaufgabe: Der Helm bleibt während der Pause im Fahrzeug, statt am Lenker zu hängen oder mit ins Lokal zu wandern. Für einen Helm im mittleren dreistelligen Bereich wie den Schuberth C5 ist das der eigentliche Kaufgrund, denn ein am Fahrzeug zurückgelassener Helm ohne Verschluss ist ein Gelegenheitsziel.

Ein Topcase-Schloss ist dabei ein Sichtschutz und eine Hemmschwelle, kein Tresor. Wer sein Fahrzeug regelmäßig unbeaufsichtigt an belebten Orten abstellt, ergänzt das Sicherheitsschloss SL101 aus dem Givi-Zubehör.

Recht: Ladung sichern, Kennzeichen freihalten

Nach § 22 Absatz 1 StVO muss Ladung so verstaut und gesichert sein, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutscht, umfällt, hin- und herrollt oder herabfällt. Ein Helm im halbleeren Case rollt bei jeder Kurve mit, deshalb gehört der Restraum ausgefüllt, etwa mit Handschuhen oder einer zusammengelegten Jacke.

Für das Kennzeichen gilt § 12 Absatz 2 FZV, wonach ein Kennzeichenschild nicht verdeckt oder verschmutzt sein darf, und § 12 Absatz 8 FZV, wonach das hintere Kennzeichen in einem Winkelbereich von je 30 Grad beiderseits der Fahrzeuglängsachse aus mindestens 20 Metern lesbar sein muss. Beim kompakten E300N2 ist das unkritisch, weil es weniger weit nach hinten baut als die großen Cases. Rechtsstand: 4. September 2026.

Wo das E300N2 in der Auswahl steht

ModellVolumenAußenbreitePreisPreis je Liter
Givi E300N230 l410 mm66,13 €2,20 €
Shad SH3939 l510 mmab 116,59 €ab 2,99 €
Givi B47 Blade47 l570 mmab 135,50 €ab 2,88 €

Amazon-Preise: Stand 18.10.2026, 17:37 MESZ · Details

Das E300N2 ist rechnerisch das günstigste Case der Auswahl. Es bietet knapp zwei Drittel des Volumens des B47 Blade und kostet deutlich weniger. Der Sprung zum B47 Blade kauft 17 Liter zusätzlich, eine Innentaschen-Option, das Innenlicht und eine dokumentierte Dichtigkeitsprüfung.

Was im Zubehör fehlt

Das Zubehörprogramm des E300N2 beschränkt sich im Wesentlichen auf das Rückenpolster E197 für den Sozius und das Sicherheitsschloss SL101. Innentasche, Innenbeleuchtung und lackierte Abdeckung, die Givi für das B47 Blade anbietet, gibt es hier nicht. Ein Bremslicht führt Givi für keines der beiden Cases, dafür ist der Shad SH39 die einzige Adresse dieser Auswahl.

Für das Rückenpolster spricht am Trike ein eigenes Argument: Auf einem Fahrzeug mit durchgehender Sitzbank hat der Sozius oft keine Lehne, und ein Topcase in der richtigen Höhe übernimmt diese Funktion, sobald ein Polster darauf sitzt.

Für wen das E300N2 passt

Es passt für Trike-Fahrer, die am Ziel nur den Helm sicher unterbringen wollen und dafür so wenig wie möglich ausgeben möchten. Es passt auf schmale Heckaufbauten, wo eine große Trägerplatte keinen Platz findet. Und es passt für alle, denen die Silhouette des Fahrzeugs wichtig ist.

Es passt weniger für Touren mit Gepäck, weil 30 Liter nach einem Helm ausgereizt sind. Es passt weniger für Paare, denn ein zweiter Helm geht nicht hinein. Und es passt weniger für alle, die später aufrüsten wollen, weil das Zubehörprogramm schmal bleibt.

Alternativen im Vergleich

ModellVolumenZuladungVerschlussPreisBewertung
Givi E300N230 l3 kgMicro 266,13 €3,8
Shad SH3939 l3 bis 4 kg laut HändlernPress-Lockab 116,59 €3,9
Givi B47 Blade47 l3 kgZylinderschlossab 135,50 €4,0
SW-Motech Drybag 35035 lkeine AngabeRollverschlussab 80 €4,0

Amazon-Preise: Stand 18.10.2026, 17:37 MESZ · Details

Fazit

Das Givi E300N2 löst eine einzige Aufgabe vollständig: Es nimmt einen Helm auf und schließt ihn weg, die Adapterplatte liegt bei. Damit ist es der günstigste Weg zu abschließbarem Stauraum am Trike, und mit 410 Millimetern Breite bleibt es am Fahrzeug unauffällig. Der Micro-2-Verschluss ist abschließbar, die rote Reflektorfläche am Heck kommt ohne Aufpreis dazu.

Die Grenzen sind ebenso klar. Helm plus Regenkombi passt nicht mehr hinein, ein zweiter Helm erst recht nicht, und das Zubehörprogramm endet beim Rückenpolster. Wer weiß, dass Regenzeug und Wechselkleidung regelmäßig mitfahren, spart mit dem gleich größeren Shad SH39 den zweiten Kauf. Für flexibles Zusatzvolumen an Tourentagen lässt sich das kleine Case gut mit dem SW-Motech Drybag 350 auf der Sitzbank kombinieren. Das E300N2 selbst gibt es bei Amazon*.

Häufige Fragen

Passt ein Integralhelm in das Givi E300N2?

Ja, Givi gibt 30 Liter Stauraum für einen Helm an. Ein Integralhelm oder ein Jethelm findet Platz. Bei einem Klapphelm mit seitlich montierter Sprechanlage wird es je nach Kopfgröße eng, weil die Anbaueinheit zusätzlich aufträgt. Für Helm plus Regenkombi reicht das Volumen nicht mehr, dafür braucht es 39 Liter aufwärts.

Wie viel Zuladung verträgt das Givi E300N2?

Givi nennt für das E300N2 keinen eigenen Wert. Es gilt die Systemgrenze von Monolock, die bei 3 Kilogramm liegt und für alle Cases dieses Befestigungssystems gleich ist. Ein Helm wiegt je nach Bauart 1,1 bis 1,8 Kilogramm, damit bleibt für Handschuhe, Mütze und Kleinkram ausreichend Reserve.

Was ist der Micro-2-Verschluss?

Micro 2 ist Givis Verschlusssystem für die kleineren Monolock-Cases. Es verriegelt den Deckel und lässt sich abschließen, sodass Helm und Handschuhe während einer Pause im Case bleiben können. Derselbe Schlüssel löst auch die Verriegelung zur Trägerplatte, das Case lässt sich damit abnehmen und mitnehmen.

Braucht das E300N2 einen fahrzeugspezifischen Träger?

Nein. Die Monolock-Universalplatte und das Montagekit liegen bei und werden auf einen vorhandenen Gepäckträger geschraubt. Voraussetzung ist eine ebene Auflagefläche, die die Grundfläche der Platte aufnimmt, und die Möglichkeit, sie zu verschrauben. Alternativ passt das Case auf alle Givi-Träger, die für Monolock ausgelegt sind.

Wie groß ist das Givi E300N2?

Die Außenmaße betragen 400 × 410 × 300 Millimeter in Länge, Breite und Höhe. Mit 410 Millimetern Breite baut es rund 100 Millimeter schmaler als das Shad SH39 und 160 Millimeter schmaler als das Givi B47 Blade. Auf schmaleren Heckaufbauten ist das der entscheidende Vorteil.

Was wiegt das Givi E300N2 selbst?

Händler geben rund 3 Kilogramm an. Diese Zahl ist wichtiger als sie wirkt: Zusammen mit der zulässigen Zuladung von 3 Kilogramm muss der Gepäckträger im beladenen Zustand rund 6 Kilogramm tragen. Die Belastungsgrenze des Trägers gibt der Fahrzeug- oder Trägerhersteller vor, und sie gilt für Case und Inhalt zusammen.

Was unterscheidet E300N2 und E300NT2?

Die Optik am Deckel. Das E300N2 trägt rote Reflektoren, das E300NT2 eine silberne Blende. Volumen, Maße, Verschluss und Befestigung sind bei beiden Varianten identisch. Wer Wert auf zusätzliche reflektierende Fläche am Heck legt, nimmt die rote Version.

Ist das Givi E300N2 wasserdicht?

Der Deckel schließt umlaufend auf einer Dichtung und hält Regen ab. Eine geprüfte Regenmenge weist Givi für das E300N2 nicht aus, anders als für das größere B47 Blade, das der Hersteller mit über 20 Litern Niederschlag pro Minute geprüft hat. Für Papiere und Elektronik empfiehlt sich deshalb eine zusätzliche Tüte im Case.

Lohnt sich das kleine Case oder gleich ein größeres?

Das hängt daran, was regelmäßig mitfährt. Für den Helm am Parkplatz und ein paar Kleinteile reichen 30 Liter vollständig, und das Case bleibt am Fahrzeug unauffällig. Sobald Regenkombi, Wechselkleidung oder ein zweiter Helm dazukommen, ist der Sprung auf 39 oder 47 Liter die bessere Investition, weil ein zu kleines Case sich nicht nachrüsten lässt.

Was kostet das Givi E300N2?

Bei Amazon kostet es 66,13 €, die Monolock-Platte ist dabei. Der Listenpreis im Fachhandel beginnt bei rund 92 Euro. Damit ist es mit Abstand der günstigste Einstieg in abschließbaren Stauraum am Heck. (Amazon-Preis: Stand 18.10.2026, 17:37 MESZ · Details)

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