Technische Daten
| Bauzeit | Modelljahre 2015 bis 2025, vorgestellt im August 2014; Typkürzel FLRT |
|---|---|
| Fahrzeugklasse | dreirädriges Kraftfahrzeug (L5e), Delta-Bauweise mit einem Rad vorn und zwei Rädern hinten |
| Motor | Milwaukee-Eight 114, Zweizylinder-V-Motor, 1.868 cm³ |
| Bohrung × Hub | 102 × 114,3 mm, Verdichtung 10,5 : 1 |
| Leistung | 62 kW (84 PS) bei 4.750 min⁻¹ |
| Drehmoment | 157 Nm bei 3.000 min⁻¹ |
| Getriebe | Sechsgang-Schaltgetriebe mit Handkupplung, Primärtrieb per Kette (34 : 46), elektrischer Rückwärtsgang |
| Höchstgeschwindigkeit | keine Angabe von Harley-Davidson; 165 km/h laut Motorrad & Reisen, 150 km/h laut 1000PS (Modell 2021) |
| Verbrauch | 6,5 l/100 km, CO₂ 151 g/km |
| Tankinhalt | 22,7 Liter; Motoröl 4,7 Liter mit Filter |
| Vorderradaufhängung | 49-mm-Telegabel mit Dual Bending Valve, Lenkkopfwinkel 26°, Nachlauf 101 mm |
| Hinterradaufhängung | Emulsions-Federbeine, Vorspannung manuell einstellbar |
| Bremsen | vorn zwei schwimmend gelagerte Scheiben mit Vierkolben-Festsätteln (32-mm-Kolben), hinten Scheibe mit Schwimmsattel (36-mm-Kolben) und integrierter Feststellbremse |
|---|---|
| Assistenzsysteme | ABS, elektronische Bremskraftverteilung (ELB), Traktionskontrolle (TCS), Schleppmomentregelung (DSCS), jeweils auch kurvenoptimiert |
| Räder und Reifen | Gussräder, vorn MT 130/60B19 (Diagonal), hinten zwei P215/45R18 (Radial), Dunlop Harley-Davidson Series |
| Maße | Länge 2.615 mm, Breite 1.405 mm, Radstand 1.670 mm |
| Sitzhöhe | 700 mm (unbelastet), Bodenfreiheit 125 mm |
| Gewicht | 513 kg fahrbereit |
| Zulässiges Gesamtgewicht | 771 bis 777 kg laut Motorrad & Reisen, Zuladung 258 bis 264 kg je nach Baujahr |
| Stauraum | abschließbarer Kofferraum für zwei Helme, 0,06 m³ |
| Instrumente | Drehzahlmesser, Tacho, Tank- und Spannungsanzeige; Display mit Kilometerzähler, zwei Tageskilometerzählern, Restreichweite und Ganganzeige |
| Licht | Halogen-Doppelscheinwerfer, Abblendlicht 55 W (625 lm), Fernlicht 65 W (1.570 lm) |
| Neupreis Deutschland | UVP ab 37.100 € (Modelljahr 2025); 29.695 € im Jahr 2017 laut Motorrad & Reisen |
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Das günstigste Harley-Werks-Trike: rund 9.500 Euro unter der Tri Glide Ultra mit demselben Motor
- Mit 513 kg das leichteste Trike im Harley-Programm, spürbar bei jedem Rangiermeter
- 700 mm Sitzhöhe: der niedrigste Einstieg aller Harley-Trikes
- 157 Nm bei 3.000 Umdrehungen und das bessere Leistungsgewicht der Harley-Trikes
- Elektrischer Rückwärtsgang und kurvenoptimierte Assistenzsysteme serienmäßig
- Mit 6,5 Litern auf 100 Kilometer sparsamer als die Tri Glide Ultra
Das spricht dagegen
- Keine Verkleidung: Fahrer und Sozius sitzen voll im Wind, auf Langstrecke ermüdend
- Nur 0,06 m³ Stauraum, für Reisen zu zweit braucht es Zusatzgepäck
- Halogen-Scheinwerfer, wo die Tri Glide Ultra LED-Licht hat
- Handkupplung und Schaltgetriebe schließen Fahrer mit Schlüsselzahl 78 aus
- Ausgelaufen: Für das Modelljahr 2026 führt Harley-Davidson die Freewheeler nicht mehr
Die Freewheeler ist das Cruiser-Trike von Harley-Davidson: derselbe Motor wie in der Tri Glide Ultra, aber ohne Verkleidung, ohne Tour-Pak und mit einem Mini-Ape-Lenker, der die Hände auf Schulterhöhe bringt. Harley baute sie vom Modelljahr 2015 bis 2025 als günstigeren und leichteren Weg ins Werks-Trike. Grundlage dieser Einordnung sind das Datenblatt von Harley-Davidson Deutschland zum Modelljahr 2025, die Motorraddatenbank von Motorrad & Reisen, die Modelldaten von 1000PS sowie die Rückrufdaten von Harley-Davidson.
Der Cruiser unter den Harley-Trikes
Harley-Davidson stellte die Freewheeler im August 2014 für das Modelljahr 2015 vor, intern mit dem Kürzel FLRT. Neben der Tri Glide Ultra sollte sie Fahrer ansprechen, die ein Trike ohne Reisegepäck suchen. Das Konzept ist bis zum letzten Modelljahr gleich geblieben: ein Mini-Ape-Lenker, kurz geschnittene Bobtail-Kotflügel über den Hinterrädern, zwei Slash-Down-Endtöpfe und eine Doppelsitzbank mit Haltegriffen für den Sozius. Im Modelljahr 2025 trägt die Freewheeler laut Harley ein tiefschwarzes Styling vom Vorderrad über Gabel und Armaturen bis zum Auspuff.
Wie die Tri Glide ist die Freewheeler ein Werks-Trike. Harley baut sie selbst und verkauft sie über das normale Händlernetz, Garantie und Ersatzteile laufen über den Harley-Händler. Was ein Umbau aus einem Motorrad dagegen verlangt, erklärt der Ratgeber zum Motorrad-Trike-Umbau.
Milwaukee-Eight 114 mit weniger Gewicht
Im letzten Modelljahr arbeitet der Milwaukee-Eight 114 mit 1.868 cm³, 62 kW (84 PS) bei 4.750 Umdrehungen und 157 Nm bei 3.000 Umdrehungen. Das ist exakt der Motor der Tri Glide Ultra. Weil die Freewheeler 48 Kilogramm leichter ist, fällt das Leistungsgewicht besser aus: 513 Kilogramm geteilt durch 62 kW ergibt rund 8,3 Kilogramm je Kilowatt, bei der Tri Glide sind es rund 9. Beim Beschleunigen aus der Ortschaft und beim Überholen auf der Landstraße ist das spürbar.
Über die Bauzeit wechselte der Motor zweimal. Laut Motorrad & Reisen:
| Baujahre | Motor | Hubraum | Leistung | Drehmoment |
|---|---|---|---|---|
| 2015 und 2016 | Twin Cam 103 | 1.690 cm³ | 62,6 kW (85,8 PS) | 141 Nm |
| 2017 und 2018 | Milwaukee-Eight 107 | 1.745 cm³ | 65 kW (88 PS) | 150 Nm |
| 2019 bis 2025 | Milwaukee-Eight 114 | 1.868 cm³ | 61,8 bis 65 kW | 157 bis 162 Nm |
Der größte Sprung liegt beim Drehmoment: vom Twin Cam 103 zum 114er rund 16 Nm mehr, bei ähnlicher Spitzenleistung. Für ein Fahrzeug mit gut einer halben Tonne ist das die Zahl, die im Alltag zählt.
Höchstgeschwindigkeit: was die Quellen sagen
Harley-Davidson veröffentlicht für die Freewheeler keine Höchstgeschwindigkeit. Motorrad & Reisen führt für alle Baujahre 165 km/h, 1000PS nennt für das Modell 2021 150 km/h. Die Spanne ergibt sich aus unterschiedlichen Quellen und Messbedingungen, gemessen hat keine der beiden Datenbanken selbst.
Für die Praxis ist die Frage weniger wichtig, als sie klingt. Ohne Verkleidung sitzt der Fahrer mit dem Mini-Ape-Lenker aufrecht im Wind, die Arme weit oben. Bei 130 km/h drückt der Fahrtwind mit voller Kraft auf Oberkörper und Helm. Das Revier der Freewheeler sind Landstraße und kurze Autobahnetappen. Was auf der Autobahn für Trikes gilt, fasst der Ratgeber Trike auf der Autobahn zusammen.
Verbrauch, Tank und Reichweite
Harley-Davidson gibt 6,5 Liter auf 100 Kilometer an, der CO₂-Ausstoß liegt bei 151 Gramm je Kilometer. Mit 22,7 Litern Tankinhalt ergeben sich rechnerisch rund 350 Kilometer Reichweite. Motorrad & Reisen nennt 6,0 Liter für die Baujahre 2015 bis 2018 und 6,5 Liter für 2019 bis 2023. Die Tri Glide Ultra liegt mit gleichem Motor bei 6,8 Litern.
| Verbrauch | Grundlage | Reichweite rechnerisch |
|---|---|---|
| 6,0 l/100 km | Motorrad & Reisen, Baujahre 2015 bis 2018 | rund 380 km |
| 6,5 l/100 km | Harley-Davidson, Modelljahr 2025 | rund 350 km |
Fahrwerk, Bremsen und Assistenzsysteme
Beim Fahrwerk teilt sich die Freewheeler die Technik mit der Tri Glide: 49-Millimeter-Telegabel mit Dual Bending Valve, hinten Emulsions-Federbeine mit einstellbarer Vorspannung, 1.670 Millimeter Radstand. Vorn bremsen zwei schwimmend gelagerte Scheiben mit Vierkolben-Festsätteln, hinten eine Scheibe mit Schwimmsattel und integrierter Feststellbremse.
Die Assistenzsysteme sind ebenfalls komplett: ABS, Bremskraftverteilung, Traktionskontrolle und Schleppmomentregelung, jeweils auch in kurvenoptimierter Form. Wer eine Freewheeler aus den Baujahren 2019 oder 2020 kauft, sollte nach einem Software-Update fragen. Für Trikes aus der Produktion vom 12. März 2018 bis 5. November 2019 gab es laut harleysite.de eine Werkstattaktion, weil die Traktionskontrolle fälschlich eine Hinterradbremse aktivieren konnte. Das Kraftfahrt-Bundesamt führt laut Motorrad & Reisen für die Freewheeler keinen amtlichen Rückruf.
Sitzposition, Licht und Instrumente
Mit 700 Millimetern Sitzhöhe ist die Freewheeler das niedrigste Trike im Harley-Programm. Der Mini-Ape-Lenker bringt die Griffe hoch, die Trittbretter liegen vorn. Das ergibt die typische Cruiser-Haltung mit gestreckten Beinen und aufrechtem Rücken. Wer kleiner ist oder mit Knie- und Hüftproblemen aufsteigt, profitiert von der niedrigen Bank, das Trike muss beim Halten nicht gestützt werden.
Beim Licht und bei den Instrumenten spart Harley. Die Freewheeler hat im Modelljahr 2025 Halogen-Doppelscheinwerfer mit 625 Lumen Abblendlicht, die Tri Glide Ultra kommt mit LED-Scheinwerfer und LED-Nebellampen zusammen auf 2.136 Lumen. Die Instrumente sind klassisch: Drehzahlmesser, Tacho, Tank- und Spannungsanzeige, dazu ein Display mit Restreichweite und Ganganzeige. Ein Infotainment-System mit Navigation nennt Harley für die Freewheeler nicht.
Wind, Wetter und Gepäck
Die Freewheeler hat keine Verkleidung und keinen Windschild ab Werk. Fahrer und Sozius sitzen damit dauerhaft im Fahrtwind. Für den Helm heißt das: Auf der Landstraße tut es ein Jethelm mit Visier, etwa der Nexx Y.10 im Retro-Stil, auf längeren Etappen ist ein Integral- oder Klapphelm leiser. Die Helmpflicht gilt nach § 21a Abs. 2 StVO für Fahrer und Sozius, Einzelheiten stehen im Ratgeber zur Helmpflicht beim Trike.
Der abschließbare Kofferraum fasst laut Harley zwei Helme und kommt auf 0,06 Kubikmeter, rund 60 Liter. Für eine Tour zu zweit reicht das nicht. Wer allein reist, schnallt eine wasserdichte Gepäckrolle wie die SW-Motech Drybag 350 auf den Soziusplatz. Gegen Regen hilft eine Kombi, die über die Kleidung passt, etwa die Dane Husly Regenjacke, die wir in einer eigenen Rezension eingeordnet haben.
Klasse B ab 21, aber nicht mit Schlüsselzahl 78
Die Freewheeler ist ein dreirädriges Kraftfahrzeug der Klasse L5e. Nach § 6 Abs. 3a FeV darfst du sie in Deutschland mit der Klasse B fahren, wegen der Leistung über 15 kW ab 21 Jahren und nur im Inland. Das Schaltgetriebe mit Kupplungshebel schließt Fahrer mit der Schlüsselzahl 78 aus. Rechtsstand September 2026. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zum Harley-Trike-Führerschein.
Freewheeler oder Tri Glide Ultra?
| Merkmal | Freewheeler (2025) | Tri Glide Ultra (2025) |
|---|---|---|
| Motor | Milwaukee-Eight 114, 157 Nm | Milwaukee-Eight 114, 157 Nm |
| Gewicht fahrbereit | 513 kg | 561 kg |
| Sitzhöhe | 700 mm | 735 mm |
| Verkleidung | keine | Batwing mit Windschild |
| Stauraum | 0,06 m³ | 0,19 m³ mit Tour-Pak |
| Scheinwerfer | Halogen | LED plus LED-Nebellampen |
| Infotainment | nein | Boom! Box GTS mit Navigation |
| Verbrauch | 6,5 l/100 km | 6,8 l/100 km |
| UVP | ab 37.100 € | ab 46.600 € |
Die Entscheidung folgt dem Einsatz. Für Feierabendrunden, Ausflüge und kurze Touren ist die Freewheeler das bessere Trike: leichter, niedriger, sparsamer und 9.500 Euro günstiger. Wer regelmäßig mehrere Tage zu zweit unterwegs ist, bekommt mit der Tri Glide Ultra Wetterschutz und dreifachen Stauraum, die er an der Freewheeler nur mit viel Zubehör nachrüsten könnte.
Preisentwicklung und Gebrauchtkauf
| Jahr | Neupreis laut Motorrad & Reisen |
|---|---|
| 2017 und 2018 | 29.695 bis 30.495 € |
| 2019 bis 2022 | 30.995 bis 33.345 € |
| 2023 und 2024 | 34.995 bis 35.695 € |
| 2025 | 37.100 € (UVP laut Harley-Davidson) |
Beim Gebrauchtkauf helfen vier Fragen weiter:
- Motor: Twin Cam 103 bis 2016, Milwaukee-Eight 107 in den Jahren 2017 und 2018, der 114er ab 2019.
- Software der Traktionskontrolle: bei Trikes aus der Produktion März 2018 bis November 2019 das Update nachweisen lassen.
- Hinterreifen: Die Freewheeler fährt hinten auf Pkw-Reifen, die anders verschleißen als Motorradreifen. Den richtigen Luftdruck erklärt der Ratgeber zum Trike-Reifendruck.
- Umbauten: Windschild, Sissybar und Gepäcksysteme sind beliebt. Ob sie eingetragen sind, zeigt die Zulassungsbescheinigung.
Freewheeler im Vergleich
| Modell | Motor | Leistung | Gewicht | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Harley-Davidson Freewheeler (2025) | Milwaukee-Eight 114 | 62 kW | 513 kg fahrbereit | ab 37.100 € | 3,8 / 5 |
| Harley-Davidson Tri Glide Ultra (2025) | Milwaukee-Eight 114 | 62 kW | 561 kg fahrbereit | ab 46.600 € | 3,9 / 5 |
| Harley-Davidson Road Glide 3 (2026) | Milwaukee-Eight VVT 117 | 78 kW | 537 kg fahrbereit | ab 38.900 € | nicht rezensiert |
| Can-Am Spyder F3 | Rotax 1330 ACE | 85,8 kW | 408 kg trocken (F3-S) | ab 26.399 € | 4,3 / 5 |
Der Can-Am Spyder F3 ist der naheliegende Konkurrent im Cruiser-Segment: mehr Leistung, deutlich weniger Gewicht und rund 10.700 Euro günstiger, dafür mit zwei Rädern vorn und Dreizylinder statt V2. Die Road Glide 3 ersetzt die Freewheeler ab 2026 im Harley-Programm, mit Verkleidung und mehr Leistung für 1.800 Euro mehr.
Fazit: das Harley-Trike für kurze Wege und lange Abende
Die Harley-Davidson Freewheeler bietet den Milwaukee-Eight 114 der Tri Glide Ultra in einem leichteren, niedrigeren und deutlich günstigeren Paket. 157 Nm bei 3.000 Umdrehungen treffen auf 513 Kilogramm, die Sitzbank liegt bei 700 Millimetern, und Rückwärtsgang wie Assistenzsysteme sind Serie. Für Ausfahrten, Treffen und Feierabendrunden ist sie das stimmigere Harley-Trike.
Die Kompromisse liegen beim Reisen. Ohne Verkleidung ermüdet der Wind auf Langstrecke, der Kofferraum fasst zwei Helme und nicht viel mehr, und die Halogenscheinwerfer passen nicht ganz zum Preis. Gebraucht ist ein Jahrgang ab 2019 mit 114er und erledigtem Software-Update die beste Wahl. Wer vor allem reist, schaut nach der Tri Glide Ultra oder der neuen Road Glide 3.
Häufige Fragen
Was kostet eine Harley Freewheeler?
Harley-Davidson Deutschland nennt für das Modelljahr 2025 eine UVP ab 37.100 Euro. Laut Motorrad & Reisen lag der Preis 2017 noch bei 29.695 Euro, von 2019 bis 2022 zwischen 30.995 und 33.345 Euro und 2023 und 2024 zwischen 34.995 und 35.695 Euro. Damit ist die Freewheeler das günstigste Harley-Trike, rund 9.500 Euro unter der Tri Glide Ultra.
Wie viel PS hat die Harley Freewheeler?
Im Modelljahr 2025 leistet der Milwaukee-Eight 114 laut Harley-Davidson 62 kW (84 PS) bei 4.750 Umdrehungen und 157 Nm bei 3.000 Umdrehungen. Motorrad & Reisen nennt für die Baujahre 2019 bis 2025 je nach Messnorm 84 bis 88 PS. Die ersten Jahrgänge 2015 und 2016 hatten den Twin Cam 103 mit 62,6 kW und 141 Nm.
Wie schnell fährt die Harley Freewheeler?
Harley-Davidson nennt keine Höchstgeschwindigkeit. Motorrad & Reisen führt für alle Baujahre 165 km/h, 1000PS für das Modell 2021 150 km/h. Ohne Verkleidung ist der Winddruck bei solchen Tempi hoch, das eigentliche Revier der Freewheeler ist die Landstraße.
Wie schwer ist die Freewheeler?
Harley-Davidson gibt 513 Kilogramm fahrbereit an. Motorrad & Reisen nennt je nach Baujahr 490,8 bis 513 Kilogramm und ein zulässiges Gesamtgewicht von 771 bis 777 Kilogramm. Für Fahrer, Sozius und Gepäck bleiben damit 258 bis 264 Kilogramm, mehr als bei der schwereren Tri Glide Ultra.
Was ist der Unterschied zwischen Freewheeler und Tri Glide?
Beide haben denselben Milwaukee-Eight 114 mit 157 Nm und denselben Radstand. Die Tri Glide Ultra bringt Batwing-Verkleidung, Tour-Pak, Infotainment und LED-Licht mit und kostet ab 46.600 Euro. Die Freewheeler ist ein offener Cruiser mit Mini-Ape-Lenker, wiegt 48 Kilogramm weniger, sitzt 35 Millimeter tiefer und kostet ab 37.100 Euro.
Welchen Führerschein brauche ich für die Freewheeler?
In Deutschland genügt die Klasse B ab 21 Jahren, weil die Freewheeler ein dreirädriges Kraftfahrzeug mit mehr als 15 kW ist (§ 6 Abs. 3a FeV). Die Berechtigung gilt nur im Inland. Mit der Schlüsselzahl 78 darfst du sie wegen des Kupplungshebels nicht fahren. Rechtsstand September 2026.
Hat die Harley Freewheeler einen Rückwärtsgang?
Ja. Die Freewheeler hat einen elektrischen Rückwärtsgang, den ein eigener Elektromotor antreibt. Laut Harley-Davidson setzt das Trike damit mit minimalem Aufwand zurück. Bei 513 Kilogramm ist das beim Ausparken aus einer Parklücke mit Gefälle praktisch unverzichtbar.
Wie hoch ist die Sitzbank der Freewheeler?
Harley-Davidson nennt 700 Millimeter unbelastet, Motorrad & Reisen führt je nach Baujahr 683 bis 700 Millimeter. Das ist der niedrigste Wert im Harley-Trike-Programm, die Tri Glide Ultra liegt bei 735 Millimetern. Weil das Trike von allein steht, spielt die Sitzhöhe vor allem beim Auf- und Absteigen eine Rolle.
Gibt es die Harley Freewheeler 2026 noch?
Nein. Für das Modelljahr 2026 führt Harley-Davidson drei Trikes mit Glide-3-Namen, die Freewheeler steht nur noch als Modelljahr 2025 auf der deutschen Website. Preislich am nächsten liegt die Road Glide 3 ab 38.900 Euro, sie hat den größeren 117er-Motor mit 78 kW, eine Verkleidung und wiegt 537 Kilogramm.